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Häufig gestellte Fragen!

Sie haben Fragen zur Untergrundvorbereitung? Wir antworten Ihnen!

  • Was ist ein Estrich?

    Eine Trag-/ Nutzebene, die aus einer oder auch mehrere Schichten Estrichmörtel hergestellt wird.

  • Wozu dient bzw. welche Funktionen hat ein Estrich?

    Estriche dienen dazu, vorhandene Unterböden auszugleichen und auf ein notwendiges Höhenniveau zu bringen. Weiterhin hat er die Funktion Wärme- / bzw. Schallschutzrichtlinien zu erfüllen und einen Bodenbelag aufzunehmen.

  • Was sind die am häufigsten eingesetzten Estrichtypen am Markt?

    -Zementestriche(CT)
    -Anhydritestriche (AE)
    -Gussasphaltestriche (AS)

  • Was sind die Erkennungsmerkmale der verschiedenen Estrichtypen?

    Zementestrich: Der Zementestrich ist an seiner zumeist zementgrauen Farbe erkennbar. Da der Zementestrich in der Trocknungsphase schwindet, ist der Estrichleger angehalten in Türöffnungen, Säulen und in jeder Fläche über 6mx6m Feldbegrenzung eine Scheinfuge zu installieren. Die Scheinfugen werden in der Regel wieder geschlossen sobald der Estrich seine Verlegereife erreicht hat!


    Anhydritestrich: Anhydritestriche sind erkennbar an ihrer hellen, cremig beigen Farbe. Des Weiteren kann der Anhydritestrich schnell und ohne Fugen auch in größeren Flächen eingebaut werden. Die Oberfläche des Estrichs muss vor der weiteren Behandlung angeschliffen und abgesaugt werden, wenn keine anders lautenden Herstellerangaben vorliegen.


    Gussasphalt: Der Gussasphalt ist an seiner teerschwarzen Farbe und seinem typischen Asphaltgeruch erkennbar. Er kann sofort nach dem Abkühlen behandelt werden. Als Untergrund für Bodenbeläge muss die Oberfläche mit Quarzsand abgerieben sein, um eine spätere Verbindung zwischen Estrich und Nivelliermasse zu erzielen.


    Weitere Informationen finden Sie unter:
    www.klebstoffe.com/fileadmin/redaktion/ivk/Merkblaetter/TKB_8.pdf

  • Welche Anforderungen werden an den Untergrund vor der Verlegung eines Bodenbelags gestellt?

    Der Untergrund muss fest, sauber, dauertrocken, tragfähig, frei von Rissen, eben sowie zug-und druckfest sein!

  • Welche Prüfmethoden gibt es zur Oberflächenfestigkeit?

    Gitterritzprüfung, Drahtbürstenprüfung und die Hammerschlagprüfung.

  • Welche Prüfmethode wird zur Feststellung der Ausgleichsfeuchte angewandt?

    Zur orientierenden Prüfung der Restfeuchte kann ein elektronisches Messgerät eingesetzt werden. Die einzig gerichtlich anerkannte Prüfung ist die CM-Messung (Calcium Carbid Methode).

  • Wie funktioniert eine CM-Messung?

    Die Entnahmestelle ist von ausschlaggebender Wichtigkeit. Sie sollte immer in einem Bereich des Bauvorhabens liegen, der besonders wenig durchgelüftet erscheint und den höchsten zu erwartenden Feuchtigkeitsgehalt beinhaltet. Wird die Messung an gut durchlüfteten Stellen im Tür- oder Fensterbereich vorgenommen, kann es trotz ausreichend trockener Messwerte an anderen erheblich feuchteren Stellen zu später auftretenden Schadensfällen kommen, wenn diese Stellen nicht erkannt wurden.  Als erstes wird ein Loch mit einem Durchmesser von ca.5 cm in den Estrich gestemmt. Estrichteile aus dem unteren Drittel entnehmen (Das Prüfgut bitte nicht mit den Händen berühren, da durch Handschweiß das Ergebnis verfälscht werden kann!), zerkleinern und mischen! Anschließend das Prüfgut anhand einer Waage genau abwiegen (Zementestrich 50g/Anhydritestrich 100g) und in die CM-Flasche füllen. Nun werden als erstes die Stahlkugeln und anschließend die Calziumcarbitampulle hinzugegeben und die Flasche mit dem Manometer verschlossen! Die Flasche wird nun ca.5min. geschüttelt! Jetzt wird abgewartet, bis am Manometer kein Druckanstieg mehr feststellbar ist (ca. 10-15min, zwischendurch erneut schütteln).Zum Abschluss wird nun an der Skala des Manometers die Estrichfeuchte abgelesen bzw. je nach Gerätehersteller anhand einer beiliegenden Umrechnungstabelle umgerechnet! Bitte übertragen sie die Werte in das Messprotokoll und lassen es vom Bauherrn oder Architekt unterschreiben. 

  • Welche zulässige Ausgleichsfeuchte darf ein neu eingebauter Estrich besitzen?

    •    Zementestrich <2,0 CM-%
    •    Zementheizestrich <1,8 CM-%
    •    Anhydritestrich <0,5CM-%
    •    Anhydritheizestrich <0,3CM-%
    •    Gussasphaltestrich 0,0CM-%

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    www.klebstoffe.com/.../TKB_Bericht_2_Die_KLR-Methode_zur_Bestimmung_der_F.
    www.klebstoffe.com/fileadmin/redaktion/ivk/Merkblaetter/TKB_16.pdf
    www.klebstoffe.com/fileadmin/redaktion/ivk/Merkblaetter/TKB_9.pdf

     

  • Muss ich einen Untergrund spachteln, wenn ich einen elastischen Bodenbelag zum Verkleben einbaue?

    Wird ein elastischer Bodenbelag zum Verkleben eingebaut,  muss der Untergrund geschliffen, gesaugt, grundiert und nivelliert werden. Das Nivellieren ist erforderlich, um einen ebenen und saugfähigen Untergrund zu erzielen. Weiterhin dient die Nivelliermasse zum Höhenausgleich sowie zum Ausfüllen von Löchern.

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    www.klebstoffe.com/fileadmin/redaktion/ivk/Merkblaetter/TKB_8.pdf

     

  • Wie stelle ich einen fachgerechten und verlegereifen Untergrund zur Verlegung eines elastischen Bodenbelages zum Verkleben eines neu eingebauten Estrichs her?

    Generell ist immer ein Sauberkeitsschliff zu empfehlen, um eventuelle Verunreinigungen wie Farbreste, Putz usw. zu entfernen. Anschließend muss der Untergrund mit einem leistungsstarken Industriestaubsauger von den Staub-und Schleifschichten befreit werden. Nun wird der Untergrund mit einer Grundierung (Mischverhältnis nach Herstellerangabe) versehen, wobei darauf zu achten ist, das sie gleichmäßig und ohne Pfützenbildung aufgetragen wird. Bei einem neuen gut abgesandeten und staubfreien Gussasphalt kann auf eine Grundierung verzichtet werden. Nach der vollständigen Durchtrocknung der Grundierung kann nun mit den Spachtelarbeiten begonnen werden. Gleichen sie nun als Erstes alle größeren Unebenheiten sowie unrichtige Höhenlagen zu angrenzenden Räumen mit einer standfesten Spachtelmasse aus. Wenn nicht im Nass in Nass-Verfahren gearbeitet wird, bitte die angespachtelten Flächen nochmals mit Grundierung versehen. Anschließend kann der Untergrund mit einer Glätt- und Nivelliermasse mit einer Mindeststärke von 2mm bearbeitet werden. Um eine hohe Ebenflächigkeit zu erreichen, empfiehlt es sich die Rakeltechnik anzuwenden.

  • Wie behandele ich einen vorhandenen Altuntergrund?

    Bei Altuntergründen ist besonders eine gründliche Untergrundprüfung und anschließende Vorbereitung für eine dauerhaft schadensfreie Bodenbelagsverlegung sehr wichtig. Nachdem sie die Altbeläge samt ihrer Trägerschicht entfernt haben, müssen vorhandene Kleberschichten durch Schleifen/Fräsen entfernt werden. Anschließend muss der Untergrund mit einem leistungsstarken Industriestaubsauger von den Staub-und Schleifschichten befreit werden. Im nächsten Arbeitsschritt setzen sie einen selbstklebenden Randstreifen, um die Dehnung des Untergrundes zu erhalten und zu gewährleisten, dass durch die Spachtelmasse keine Schallbrücken entstehen! Anschließend kann man den Untergrund mit einer Grundierung (Mischverhältnis nach Herstellerangabe) versehen, wobei darauf zu achten ist, dass sie gleichmäßig und ohne Pfützenbildung aufgetragen wird. Nach der vollständigen Durchtrocknung der Grundierung kann in der Regel mit den Spachtelarbeiten begonnen werden. Gleichen sie nun als Erstes alle größeren Unebenheiten sowie unrichtige Höhenlagen zu angrenzenden Räumen mit einer standfesten Spachtelmasse aus. Wenn nicht im Nass in Nass- Verfahren gearbeitet wird, bitte die angespachtelten Flächen nochmals mit Grundierung versehen. Anschließend kann der Untergrund mit einer Glätt- und Nivelliermasse mit einer Mindeststärke von 2mm bearbeitet werden. Um eine hohe Ebenflächigkeit zu erreichen, empfiehlt es sich die Rakeltechnik anzuwenden. Durch die Spachtelung ist somit eine Wechselwirkung (Geruchsbildung) nahezu ausgeschlossen!

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    www.klebstoffe.com/fileadmin/redaktion/ivk/Merkblaetter/TKB_8.pdf

     

  • Wodurch entstehen Risse im Untergrund und wie muss ich sie behandeln?

    Die Risse (auch kleine Haarrisse) können durch verschiedene Ursachen entstanden sein z.B. durch ungleichmäßige Dicke des Estrichs, zu schnelle Trocknung, falsche Zusammensetzung des Estrichmörtels beim Einbau sowie eine fehlerhafte Installation der Dämmunterlage. Durch entsprechende Arbeiten können die  Risse durch Verdübeln/Vernähen mit einem 2K-Reaktionsharz kraftschlüssig geschlossen werden. Es werden mit einer Flex ca. alle 15-20cm, mit einer Tiefe von 3/4 des Estrichs Schlitze in den Untergrund geflext! Anschließend werden diese ausgesaugt und mit einer Estrichklammer versehen. Im nächsten Schritt werden die Fugen samt Estrichklammer mit dem 2K-Reaktionsharz geschlossen und mit Quarzsand abgestreut. Der nicht eingebundene Quarzsand muss anschließend abgesaugt werden. Nun kann mit den Spachtelarbeiten begonnen werden!

  • Welche Untergründe sind für die Verlegung von Vinylböden & Designbodenbelägen geeignet?

    Voraussetzung für eine fachgerechte Verlegung ist ein nach DIN 18 365 „Bodenbelagsarbeiten" dauerhaft fester, trockener, planeben gespachtelter Untergrund. Nutzböden wie Terrazzo, Stein oder Holzunterböden gelten nur nach entsprechender Vorbehandlung als geeignete Untergründe.

    Dichte nichtsaugende Untergründe wie z.B. Gussasphalt sind bei Verwendung von Dispersionsklebstoffen in ausreichender Dicke von mindestens 2 mm zu spachteln. Beim Einsatz der verschiedenen Vorstrichmittel, Ausgleich- und Spachtelmassen sind die Verarbeitungsrichtlinien der jeweiligen Hersteller maßgebend.

  • Was ist eine Bewegungsfuge?

    Bewegungsfugen sind alle Arten von Fugen, die zwischen Gebäudeteilen, Flächenteilen bzw. einzelnen Konstruktionsteilen Bewegungen zulassen und schädliche Spannungen abbauen. Daher dürfen Bewegungsfugen nicht geschlossen werden und müssen im fertigen Fußbodenoberbelag anhand von geeigneten Profilen oder durch Verschluss mit elastischen Dichtstoffen mit Hinterfüllung übernommen werden.

  • Was sind Scheinfugen?

    Da Zement- und Magnesiaestriche in der Trocknungsphase wegen der chemischen Prozesse in ihrer Abbindungsphase schwinden und nicht unkontrolliert an der schwächsten Stelle reißen und abbrechen, werden sogenannte Sollbruchstellen eingebaut! Scheinfugen werden durch Einschneiden in den frischen Estrich auf ein Drittel seiner Dicke mit der Kelle hergestellt.
    Diese Schein- bzw. Sollbrechfugen müssen vor der Verlegung kraftschlüssig geschlossen werden.

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    www.klebstoffe.com/fileadmin/redaktion/ivk/Merkblaetter/TKB_8.pdf